15. Juni 2024 - Newsletter

Liebe Interessenten, liebe Karower, liebe Vereinsmitglieder,

wir möchten Euch über die aktuellen Entwicklungen und unsere Aktivitäten im Zusammenhang mit der Bauplanung in Karow informieren. Der Verein steht dazu in regem Austausch mit verschiedenen politischen Akteuren und verfolgt die Entwicklungen mit Nachdruck.

Politischer Rückhalt für unseren Einwohnerantrag im Bezirk
Der Verein pflegt regelmäßigen Kontakt zu den Fraktionen der Parteien, die in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) vertreten sind. Wir freuen uns, dass weiterhin alle Parteien unseren von der BVV bereits im Jahr 2020 beschlossenen Einwohnerantrag unterstützen, der eine Begrenzung der Baudichte und Bauhöhe auf ein ortsverträgliches Maß fordert sowie die Bereitstellung der notwendigen Verkehrsinfrastruktur vor Baubeginn zwingend vorschreibt. Besonders erfreulich ist, dass nun auch Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen die Ziele des Antrags unterstützen. Hierbei ist es wichtig zu erwähnen, dass der Senat die Bebauungsplanung für Karow übernommen hat, wodurch der Bezirk nicht mehr verantwortlich ist. Dennoch bleibt er wichtiger 'Verfahrensbeteiligter', der - wie man derzeit u.a. bei den Streitigkeiten um die Nachverdichtung am Pankower Schlosspark sieht - erheblichen Einfluss auf das Verfahren nehmen kann. Auch haben wir uns bereits vor einiger Zeit mit der Pankower Bezirksbürgermeisterin Dr. Cordelia Koch sowie erst kürzlich mit dem Pankower Stadtrat für Stadtentwicklung, Cornelius Bechtler, getroffen. Ziel war es, den Status und die weitere Entwicklung der Karower Bauplanung zu besprechen. Beide haben uns versichert, dass auch das Pankower Bezirksamt hinter den Zielen unseres Einwohnerantrags steht und entsprechend Einfluss auf das Verfahren nehmen wird. Wir freuen uns über eine breite bezirkliche Allianz, die unsere Ziele unterstützt.

Fortlaufende Gespräche mit der Senatsverwaltung
Unabhängig davon stehen wir regelmäßig auch in Kontakt mit der für die Bauplanung in Karow zuständigen Abteilung in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, um den Fortgang der Planungen zu besprechen und zu verfolgen. Leider geht die Senatsverwaltung für die Bebauung von Karow nicht mehr von 'bis zu' 5.000 Wohneinheiten aus (wie uns immer wieder zugesichert wurde), sondern sieht diese 5.000 Wohneinheiten nun als gesetzt an. Zum Einordnen: dies würde deutlich über 10.000 neue Anwohner bedeuten - ein Wachstum von deutlich über 50% im Vergleich zu heute. Eine solche Bebauung bedeutete z.B. eine höhere Baudichte als in der Gropiusstadt. Wir haben erneut darauf verwiesen, dass die Bürgerbeteiligung durch den beschlossenen Einwohnerantrag nur eine sehr deutlich niedrigere Anzahl als vertretbar ansieht, wir uns an diesen - nach wie vor durch den Bezirk unterstützten - Einwohnerantrag gebunden sehen und gegen die exzessive Planung mit allen Mitteln vorgehen werden. Darüber hinaus wurden wir darüber informiert, dass für die Bebauungspläne notwendige wesentliche Untersuchungen noch nicht beauftragt oder ausgeschrieben wurden. Dazu zählen u.a. die Umweltuntersuchung sowie die Grundwasseruntersuchung. Auch die Untersuchung zur derzeitigen und zukünftigen Verkehrssituation im Nordosten ist noch nicht einmal ausgeschrieben ist - hierfür ist allerdings eine andere Senatsverwaltung zuständig. Diese Trennung von Stadtplanung und Verkehrsplanung in Berlin bringt immer wieder enorme Probleme mit sich. So kommt es u.a. dazu, dass Bausenator Gaebler nicht müde wird, von einem Baubeginn in Karow im Jahr 2026 zu sprechen, obwohl neben den anderen notwendigen Untersuchungen nicht mal der Bedarf an Verkehrsinfrastruktur feststeht - geschweige denn geplant und vor allem finanziert ist. Fest steht, dass ein großer Bahnhof am Karower Kreuz notwendig wird, sowie die Verlängerung der S75 über die Sellheimbrücke, das Karower Kreuz bis hin zur Bucher Chaussee. Das Problem: keine dieser Maßnahmen befindet sich auch nur in der einer Vorplanung - für keine ist die Finanzierung gesichert und die Wirtschaftlichkeit konnte bei den jüngsten Berechnungen nur knapp erreicht werden - obwohl die maximale Bebauung mit 5.000 Wohneinheiten angenommen wurde.

Rechtliche Unterstützung und Empfehlungen
Zu diesen und anderen Themen lassen wir uns von einer Anwaltskanzlei beraten, die seit mehreren Jahrzehnten auf Bauplanungsrecht und entsprechende rechtliche Auseinandersetzungen spezialisiert ist. Diese empfiehlt u.a., die Abhängigkeit von ganz konkreten Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen in die Bebauungspläne aufzunehmen und Baugenehmigungen nur zu erteilen, wenn diese verfügbar, also fertiggestellt sind. Genau das haben wir unseren Ansprechpartnern der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen mitgeteilt und gehen davon aus, dass dies auch so erfolgt. Letztendlich wäre die massive Bebauung ohne ausreichende Verkehrsinfrastruktur nicht nur stadtplanerischer Unsinn, sondern würde fast sicher in die Ghettoisierung der neuen Wohngebiete führen. Am Ende dieses Newsletters noch eine Information, die uns kürzlich erreicht hat. Die Planfeststellung der Verbindungsstraße zur B2 wurde aufgehoben. Damit ist die Gefahr, dass diese Straße u.a. mit einer 5 Meter hohen und mehrere hundert Meter langen Schallschutzwand (wie sie geplant war) gebaut wird, vorerst vom Tisch. Die Planung der Anbindung an die B2 soll nun im Rahmen der Bauplanung für das Gebiet 'Am Teichberg' erfolgen. Wann das passiert, ist derzeit nicht absehbar.

Wir bleiben für Euch dran!
Ihr Bürgerverein Wir für Karow e.V. im Juni 2024

Bevorstehende Termine 2024
  • 11. Juli 2024 um 18 Uhr: Sommerfest für Mitglieder - Einladung folgt

Chronik unserer Vereinsarbeit

MÄR 24 - Verkehrsumleitung in Malchow ab III. Quartal

Die Bundesstraße B2, eine wichtige Verkehrsader in Malchow, steht vor einer Sperrung, die den Autofahrern und Pendlern im Nordosten Berlins das Leben schwer machen wird. Diese Sperrung ist für eine Dauer von mindestens sechs Jahren geplant, eine Maßnahme, die weitreichende Folgen für die Region hat.
Durch die geplante Umleitung über den Blankenburger Pflasterweg und die Heinersdorfer Straße verschmelzen zwei ohnehin schon überlastete Staustrecken im Bereich Krugstege zu einer einzigen Verkehrsader. Die Situation wird durch parallel startende Bauarbeiten an der maroden Sellheimbrücke noch verschärft, was erfahrungsgemäß ebenfalls zu Verkehrsbehinderungen führen wird. Leider bietet der öffentliche Nahverkehr in diesem Teil Berlins nur eine Buslinie durch Malchow an. Diese unzureichende Anbindung zwingt Pendler und Anwohner, auf ihre Autos auszuweichen, was die verbleibenden Zufahrtsstraßen nach Berlin zusätzlich belastet. Insbesondere die Strecken durch Malchow sowie Buch, Karow und Blankenburg sind für ihre endlosen Staus bereits heute bekannt.
Die Einwohner und Pendler des Nordostens Berlins stehen somit vor einer unzumutbaren Belastung. Die begrenzten Verkehrswege und der spärliche öffentliche Nahverkehr führen zu einer enormen zeitlichen und finanziellen Belastung, nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für die regionale Wirtschaft.
Wir fordern dringend eine Entlastungsvariante, die den Verkehr, der normalerweise durch Malchow fließt, effektiv umleitet - idealerweise über eine Route, die in der Nähe von Weissensee und Pankow-Heinersdorf mündet. Diese Lösung sollte den Verkehr aus der Stadt herausführen, ohne ihn auf die bereits überlasteten Durchgangsstraßen zu verlagern.


16. JAN 24 - Treffen mit den Gästen Frau Rona Tietje und Herrn Klaus Mindrup

Am 16.01.2024 hatten wir Frau Rona Tietje (SPD-Mitglied und Stadträtin im Bezirk Pankow) und Herrn Dr. Klaus Mindrup (SPD-Mitglied und Vorsitzender des Energiedialog 2050 e.V.) zu Gast.
Hauptziel des Treffens war es, die aktuelle Sichtweise der SPD zu uns interessierenden Themen kennenzulernen und zu verstehen.

In unserem von der BVV Pankow 2021 beschlossenen Einwohnerantrag geht es um die Themen: Verkehr, Bauen und Schichtenwasser in Karow.

AUSZUG: Die Rahmenplanung Karow wird nur unter folgenden Prämissen ausgeführt:

  1. Eine leistungsfähige Erschließung des Berliner Nordostens für den öffentlichen Personennahverkehr und den Autoverkehr wird vor dem Beginn jedweder Baumaßnahmen umgesetzt.
  2. Das massive Schichtenwasserproblem im Bereich der Panke-Niederung wird für ganz Karow vor Baubeginn gelöst.
  3. Die Planungen sehen eine maximale Geschossflächenzahl (GFZ) kleiner als 0,8 bei einer Grundflächenzahl (GRZ) kleiner als 0,3 vor. Die Geschosszahlen sind dabei in den direkt an die bestehende Bebauung angrenzenden Gebieten auf maximal zwei Vollgeschosse beschränkt. Im Abstand von mindestens 50 Metern zur Bestandsbebauung kann die Geschossigkeit auf maximal vier Vollgeschosse erhöht werden.
Zu einigen Punkten wurde detaillierter diskutiert und die Ansichten der Gäste dazu erfragt.

1. Der Verein fordert überregionale Verkehrslösungen für den Pankower Nordosten
Für länderübergreifendes Vorgehen bei Verkehrsplanung muss auf Senatsebene und Brandenburg-Ebene gemeinsam gearbeitet werden. (Senatszuständigkeit)
Für das Verkehrskonzept besteht der Grundsatz der "planerischen Konfliktbewältigung", d.h. in diesem Fall voraussehbare Konflikte müssen von vornherein berücksichtigt werden und ein Baubeginn ist erst nach Vorlage von Konfliktlösungen möglich.

2. Der Verein fordert vor Bebauung die Prüfung und Berücksichtigung der Bedeutung der Karower Felder als Kaltluft-Schneisen/Kaltluft-Entstehungsgebiete - wichtig auch für das Stadtinnere.
Bodenversiegelung bei Wohnungsbauten ist sehr problematisch. Karow gehört zu den 14% unversiegelter Fläche, die in der Bebauungsplanung Berlin enthalten sind.
Sinn macht die Erstellung von Schutzgüterlisten auch in Bezug auf Umweltfragen.

3. Thema Eigentum/Genossenschaften als soziale Form des Eigentums
Bauplanung erfolgt vor allem für Grundstücke im Eigentum vom Land und für landeseigene Wohnungsbaugesellschaften. Die SPD ist nicht dafür, dass nur städtische WBG berücksichtigt werden, sondern dass auch private Bauinvestoren einbezogen werden. Jedoch kann man bei privaten Investoren nicht ausreichend steuern. Herr Mindrup erklärt zu Genossenschaften: 1988 wurde in der BRD die Gemeinnützigkeit der WBG abgeschafft (Skandal um WBG "Neue Heimat"). Daraus leitet sich ab, dass die WBG in Deutschland nicht den Stellenwert haben wie z.B. in Österreich.

4. Thema Wohnungsleerstand (laut Frau Tietje derzeit kleiner als 2% in Berlin); Wohnungsfehlbelegung (laut Herrn Mindrup: Untervermietung für Touristen ist strafbar).

5. Thema Bürgerbeteiligung
Bürgerbeteiligung wird von (SPD) Frau Tietje und Herrn Mindrup als sehr wichtig angesehen. Frau Tietje erklärt Bereitschaft für fortführenden Kontakt mit unserem Verein aus Sicht der SPD.

Fazit:
Frau Tietje und Herr Mindrup stehen für weitere Gespräche und Beratungen zur Verfügung.
Einwohnerantrag wird inhaltlich weiter von den SPD Vertretern unterstützt.

Berlin-Karow, 16.02.2024


JAN 24 - "Karow Kreuz Klub"

"Karow Kreuz Klub" - so heißt der Siegerentwurf des Europan-Wettbewerbs für Nachwuchsstadtplaner. Kurzer Hintergrund: die Senatsverwaltung für Bauen hat das Karower Kreuz als Projekt aus Berlin dort eingereicht, um zu sehen, wie sich Nachwuchsstadtplaner unbefangen einer Fläche wie der an und um das Karower Kreuz nähern.
Als wir das erste Mal davon erfuhren, dass das Karower Kreuz von SenSBW für Europan - einem europäischen Ideenwettbewerb von Nachwuchsarchitekten und -stadtplanern - eingereicht wurde, fanden wir die Idee sofort sehr spannend. Die Möglichkeit, dass sich eine jüngere Generation von Stadtplanern unbefangen und mit neuen Ideen mit der Planung des Gebiets am Karower Kreuz beschäftigt, hat uns sehr gefallen. Und sieht man sich den Gewinnerentwurf an, wurden wir nicht enttäuscht. Er ist sehr visionär und speist sich aus zwei elementare Komponenten: zum einen folgt der Entwurf einem Konzept - hier der Entwicklung eines Gebiets, bei dem die Natur im Mittelpunkt steht und die Menschen "nur" die - wie es der Entwurf sehr schön nennt - einfachen Nutzer, bzw. Abonnenten sind. Folglich wird - und das ist die andere Komponente - die Dichte, Höhe und Art der Bebauung und damit die Anzahl der Wohnungen aus diesem Konzept abgeleitet. Hochhäuser oder monotone Wohnblöcke findet man nicht - sie passen auch nicht zu Karow.
Leider könnte dieser Entwurf kaum weiter von dem Ansatz entfernt sein, den Senator Gaebler verfolgt: dieser gibt eine zu bauende Anzahl von Wohnungen vor, die einzig und allein von der maximalen Bebaubarkeit bestimmt wird - in Karow sind das 5.000 Wohnungen mit mehr als 10.000 neuen Anwohnern bei einer Wohndichte, die höher als in der Gropiusstadt sein würde. Ein Konzept, eine Idee wie in dem Gewinnerentwurf gibt es nicht. Dicht und hoch und das vor allem schnell sind hier die Handlungsprämissen. Vor diesem Hintergrund können wir uns nur wünschen, dass sich der Senat wenigstens den Ansatz der Europan-Idee zu eigen macht. Es stellt sich natürlich die Frage, ob und welche Ideen aus dem Gewinnerentwurf übernommen werden - oder ob das Ganze in der "Ablage P" landet.
Hoffnung haben wir wenig, denn in der Realität wird Senator Gaebler nicht müde, bei jeder Gelegenheit von einem Baubeginn 2026 zu erzählen, in der Realität hat seine Verwaltung aber z.B. nicht mal die finanziellen Mittel, um eine dringend benötigte Schichtenwasseruntersuchung durchführen zu lassen. Ganz zu schweigen von der notwendigen Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur im Nordosten - zu der ja auch das Karower Kreuz gehört. Visionen? Fehlanzeige!


06. DEZ 23 - Podiumsdiskussion der "Initiative Buch Am Sandhaus"

Die "Initiative Buch Am Sandhaus" veranstaltete eine moderierte Podiumsdiskussion zum "Neuen Stadtquartier Buch - Am Sandhaus" am Mittwoch, den 06. Dezember 2023 von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr in der Mensa auf dem Campus Buch.
Zusammen mit Herrn Senator Gaebler, der Initiative Buch am Sandhaus, Bucher Akteuren sowie weiteren Planungsbeteiligten wurde über den im Senat von Berlin beschlossenen Rahmenplan informiert. Nach Präsentationen zum Rahmenplan und dem Ideenvorschlag der Initiative für "Buch als grüner Gesundheitsstandort für Berlin" bestand die Möglichkeit in einer moderierten Diskussion Rückfragen zu stellen und gemeinsam ins Gespräch zu kommen.


06. SEP 23 - Sommerfest

Neben dem leiblichen Wohl der Teilnehmer stand natürlich der inhaltliche Teil im Mittelpunkt. Die aktuelle Situation in Karow in Bezug auf geplante Bauprojekte ist nach wie vor von Überraschungen geprägt. Im März mussten wir zunächst über eine Verdichtungsstudie berichten, die die Anzahl der Wohnungen in Karow auf etwa 5000 erhöhen würde, ohne jedoch nähere Angaben zur erforderlichen Infrastruktur wie Verkehrsmöglichkeiten, Schulen usw. zu machen. Wir haben erfolgreich stabile Kontakte zur Politik und Verwaltung aufgebaut, was uns die Teilnahme an einer einwöchigen Werkstattveranstaltung zum Karower Bauplangebiet 'Am Teichberg' unter der Leitung des renommierten Stadtplaners Prof. Mäckler ermöglichte.
Bei dieser Gelegenheit haben wir uns auch mit anderen Akteuren aus Karow vernetzt, wie z.B. dem Kleingartenverein am Teichberg, der befürchten muss, Einbußen durch die geplante Bebauung hinnehmen zu müssen, sollten keine intelligenten Lösungen gefunden werden. Unser Sommerfest bot uns die Gelegenheit, die Ergebnisse des Mäckler-Workshops - soweit sie zu diesem Zeitpunkt kommuniziert werden konnten - zu diskutieren und zu reflektieren. Neben einer deutlich verbesserten Gestaltung von Gebäuden und Grünflächen blieb eine der offenen und noch zu besprechenden Fragen die der Geschosszahl und damit der Höhe der Gebäude und natürlich auch die Anzahl der geplanten Wohnungen.


06.-09. JUN 23 - Auswertung Workshop

Durch unseren mittlerweile recht gut etablierten regelmäßigen, kritischen, aber konstruktiven Austausch mit dem für Karow zuständigen Team der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen (SenSBW) konnten wir erreichen, dass von der Senatsverwaltung Anfang Juni ein einwöchiger so genannter "Entwurfsworkshop zur städtebaulichen Entwicklung des Gebiets 'Am Teichberg'" durchgeführt wurde. Unterm Strich können wir den Workshop und dessen Durchführung als sehr gelungen bezeichnen, obwohl es natürlich vor allem in Bezug auf die Baudichte und -höhe noch Diskussionsbedarf gibt.


09. JUL 23 - Infostand Karower Feuerwehrfest

Wir nehmen am Feuerwehrfest mit einem Infostand teil.
Unsere Flyer und Mitgliedsanträge liegen aus. Mitglieder unseres Vereins beantworten gern Ihre Fragen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.


06.-09. JUN 23 - Workshop

Vertreter unseres Vereins nehmen am Entwurfsworkshop zur städtebaulichen Entwicklung "Am Teichberg" mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen und dem "Deutschen Institut für Stadtbaukunst" teil.
Am 6. Juni stellte Jens Lapinski unseren Verein vor.


15. NOV 2022 - Netzwerktreffen

Am 15.11.2022 nahm der Bürgerverein "Wir für Karow e.V." an einem Netzwerktreffen von insgesamt 19 Bürgerinitiativen und Vereinen des Berliner Nordosten teil. Themenschwerpunkte waren sowohl die diversen geplanten Bauprojekte und deren Auswirkungen auf die einzelnen Ortsteile sowie den Nordosten als Stadtgebiet. Außerdem wurde klar, dass die Verkehrsinfrastrukturplanung eines der übergreifenden Themen ist und es bis heute nicht mal eine Analyse der zukünftigen Anforderungen gibt, die das betroffene Gesamtgebiet umfasst. Jede Verkehrsplanung wird je nach Zuständigkeit vom Senat oder vom Bezirk Pankow immer nur für jeweils Projekt vorgenommen und niemals im Verbund betrachtet. Daraus folgt, dass neben anderen Themen die Forderung nach einer Gesamtverkehrsbetrachtung für den Berliner Nordosten im Fokus der gemeinsamen Aktivitäten für das kommende Jahr stehen wird. Es gibt bereits erste Konzepte von CDU und SPD, auf denen aufgebaut werden kann - wir verlinken diese hier unkommentiert zur Information.


11. SEP 2022 - Offener Brief an Senat versendet

Am 11.9.2022 haben wir einen Brief an Senator Geisel versendet, der als offener Brief an insgesamt 35 Vertreter der Bezirks- und Landespolitik sowie der Presse ging. Wir sahen uns zu diesem Schritt gezwungen, nachdem der Senator erkennbar die Bürgerbeteiligung in Karow und damit den Pankower BVV-Beschluss vom 11.11.2020 ignoriert. Außerdem konstatieren wir nach diversen Gesprächen mit der SenSBW sowie der SenUMVK, dass eine konkrete Verkehrsbauplanung für den Berliner Nordosten nicht existiert sowie sämtliche geplante Wohnbauprojekte bei der Verkehrsanalyse und der daraus resultierenden Planung als Einzelprojekte betrachtet werden, die Entwicklung der Pendlerströme aus Brandenburg wird völlig ignoriert.

Offener Brief: Bauvorhaben Berlin-Karow (PDF-Dokument)

    Kopien des Briefes erhielten:
  • Bezirksbürgermeister des Bezirks Pankow
  • Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung und Bürgerdienste Pankow
  • Bezirksstadträtin für Ordnung und Öffentlichen Raum Pankow
  • stadtentwicklungspolitische Sprecher der Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, CDU, Die Linke, FDP, SPD der BVV Pankow
  • Mitglieder des stadtentwicklungspolitischen Ausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus
  • Berliner Morgenpost
  • Der Tagesspiegel
  • Berliner Zeitung
  • Bucher Bote
  • rbb


30. AUG 2022 - Unser Sommerfest

Pünktlich zum Sommerende haben wir am 30. August zu unserem ersten Vereinssommerfest geladen.
Herzlich willkommen waren alle Mitglieder sowie interessierte Freunde und Nachbarn.
Insgesamt ca. 60 Besucher nutzten die Gelegenheit zum Gedankenaustausch und dafür, den neuesten Stand der Bebauungspläne für Karow und die diesbezügliche Arbeit des Vereins zu erfahren.
Die lockere Atmosphäre, die vom Grillmeister der Stadtmission zubereiteten Leckereien sowie das eine oder andere Kaltgetränk machten den Abend zu einem vollen Erfolg, den wir auf jeden Fall wiederholen werden.

30.08.22 Sommerfest Wir fuer Karow e.V.


1. Halbjahr 22: Bürgerverein nimmt Kontakt zur Senatsverwaltung auf

Nachdem im Sommer die Verantwortung für die Planung der Bauvorhaben in Karow vom Senat an sich gezogen wurde, haben wir zunächst Einsicht in die entsprechenden Unterlagen verlangt und auch erhalten. Dabei fiel auf, dass der Pankower Stadtrat Kuhn bei der übergabe weder den BVV-Beschluss zum Einwohnerantrag noch die Bürgerbeteiligung während der Planungswerkstätten erwähnt hat. Lediglich in einem Nebensatz wird auf zu erwartenden Widerstand verwiesen, sollte ohne weitere Bürgerbeteiligung geplant werden. Im Anschluss haben wir Kontakt zu Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Herrn Scheel, aufgenommen, um zu erfahren, wer in seiner Senatsverwaltung die Bauprojekte zukünftig betreut und plant, wie der aktuelle Status ist und wie der Prozess laufen wird. Außerdem war das Ziel, dem Senator sowie den zuständigen Planern die Informationen zur bisherigen Bürgerbeteiligung, insbesondere des von der BVV beschlossenen Einwohnerantrags zu geben. Im Ergebnis hatten wir im November die Möglichkeit, mit den zuständigen Planern ein längeres Gespräch zu diesen Themen zu führen, hier die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • die Verantwortung sämtlicher Bauprojekte am Berliner Stadtrand liegt in einer Abteilung/einem Referat - es handelt sich insgesamt um über 30 Projekte (u.a. inkl. Blankenburger Süden, Buch - Am Sandaus, Elisabethaue)
  • die Projekte in Karow wurden wegen des "übergeordneten städtischen Interesses" an den Senat gezogen - i.d.R. passiert das, wenn der Verbleib im Bezirk den "gesamtstädtischen Interessen" entgegensteht, z.B. wenn der Bezirk keine Planungskapazitäten hat
  • ab sofort werden daher Entscheidungen bzgl. der Bebauung in Karow nicht mehr von der BVV getroffen, sondern vom Abgeordnetenhaus - rechtlich ist somit der in der BVV beschlossene Einwohnerantrag nicht mehr bindend
  • aktuell warten alle aus der Personalie des neuen Senators und seiner/ihrer Staatssekretäre
  • berlinweit sollen in den kommenden zehn Jahren insgesamt 200.000 neue Wohnungen gebaut werden - diese Vorgabe ist verbindlich und daran müssen sich die Planer halten
  • Karow wird beim Senat derzeit mit einer Maximalbebauung von bis zu 3.700 Wohnungen geführt- das sind 700 mehr als selbst bei den (hohen) Bezirksplanungen
  • nach unserer Auffassung handelt es sich bei der Zahl um einen Fehler, der bei der übergabe an den Senat gemacht wurde und wir werden das in einem der nächsten Treffen thematisieren (siehe unten)
  • die Leitlinien des Berliner Senats zur Bürgerbeteiligung sind weiterhin bindend und im Rahmen derer wird es auch (wieder) Veranstaltungen zu den Bebauungsplänen für Karow geben
  • Ziel des Senats ist es, Gemeinsamkeiten zwischen Bauplanung und Einwohnererwartungen zu finden und Differenzen zu identifizieren ("Vorgaben reiben sich an anderen Themen")
  • besonders für Karow ist der Plan, sämtliche Planungen nicht auf die Neubauflächen zu fokussieren, sondern auch Ziele für "die Anwohner dazwischen" zu definieren und umzusetzen
  • in Bezug auf Karow wurde positiv hervorgehoben, dass es eine "vorhandene zivilgesellschaftliche Struktur" (Bürgerverein) gibt
  • die Verkehrsplanung sei besonders wichtig, die Probleme bekannt und "sehr wohl im Blick", aber abhängig von Senatsverkehrskonzept
  • es ist der Anspruch vorhanden, bestimmte Verkehre über Radwege abzuwickeln (!!!)
  • Aufgabe der Abteilung ist es, sich mit der Senatsverwaltung für Verkehr abzustimmen und "Wohnungsbau mit Verkehrsentwicklung zu synchronisieren"
  • als erster Schritt sollen andere S-Bahn-Wagen sein, die die Kapazität auf der S2 erhöhen
  • Verweis auf i30 - bis dahin (also Umsetzung) andere Wege notwendig

Unterm Strich war es ein sehr gutes erstes Gespräch, bei dem es aber besonders in Bezug auf die Bebauung und die Verkehrslösungen wenig Konkretes gab - was nicht überraschte, da die Planungshoheit ja gerade erst übergeben wurde. Wir haben gemeinsam beschlossen, uns alle drei Monate in diesem Format abzustimmen.


14. DEZ 2021 - 1. ordentliche Mitgliederversammlung des Bürgervereins "Wir-für-Karow"

Am 14. Dezember 2021 fand um 18:30 Uhr die 1. ordentliche Mitgliederversammlung statt. Tagesordnungspunkte waren u.a. Rechenschafts- und Finanzbericht.


18. NOV 2021 - Kundgebung am Abgeordnetenhaus

Wir unterstützen die Aktivitäten der Bürgerinitiative Buch Am Sandhaus und haben zur Teilnahme an der Kundgebung am 18. November 2021 zur Übergabe von 4333 Unterschriften an das Abgeordnetenhaus aufgerufen.


24. SEP 2021 - Unsere Stellungnahme zum Thema Heliport in Berlin-Buch

Unser Verein hat sich an der Online-Konsultation im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für die Anlage und den Betrieb des Hubschrauber-Sonderlandeplatzes Berlin-Buch, Betriebsstandort, auf dem Gelände des Helios Klinikums Berlin-Buch beteiligt.
Wir unterstützen die Bürgerinitiative Hubschrauber Wohngebiet Neu-Buch - Panketal und fordern das Bauvorhaben "Hubschrauber-Sonderlandeplatz Berlin-Buch" so nicht zu genehmigen.


02. SEP 2021 - 1. Podiumsdiskussion mit Politikern in der Stadtmission in Karow

Vielen Dank an alle Teilnehmer der 1. Podiumsdiskussion mit Politikern in der Stadtmission in Karow am 02.09.2021 um 19:00 Uhr.
YOUTUBE -Link zur Aufzeichnung der Veranstaltung in voller Länge

Hier finden Sie die Antworten zu den Wahlprüfsteinen der 6 Parteien in alphabetischer Reihenfolge:

Alle Dokumente und Pläne zur Veranstaltung:


01. SEP 2021 - Dringlichkeitsantrag der CDU "Karow ist schön und soll es auch bleiben II" wurde angenommen

Folgender Antrag der CDU, eingereicht durch Johannes Kraft und anderen Mitgliedern der CDU-Fraktion, wurde am 01.09.2021 angenommen:
"Dem Bezirksamt Pankow von Berlin wird empfohlen, sich an die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen zu wenden und sich mit Nachdruck dafür einzusetzen, dass im weiteren Verfahren der Rahmenplanung Karow die mit Drucksache VIII-0927 Karow ist schön und soll es auch bleiben formulierten Forderungen der Anwohner und der BVV berücksichtigt werden und eine aktive und ehrliche Einbeziehung der Anwohnerschaft erfolgt. Das Bezirksamt Pankow von Berlin wird zudem ersucht, gegenüber der Senatsverwaltung deutlich zu machen, dass es die Bebauungsplanverfahren VIII-25a und XVIII-27 sowie die Einleitung eines Bebauungsplans für den Bereich Straße 52/Straße 67 in eigener Zuständigkeit durchführen kann und will."


17. AUG 2021 - Senat zieht Planungsverfahren Karow an sich

Es war die erste Sitzung des Ausschusses nach der Sommerpause seit dem 15.06.2021, es nahmen 13 stimmberechtigte Abgeordnete teil.
Ein Tagesordnungspunkt war als "Bericht aus dem Bezirksamt" in der Sitzungsplanung ausgewiesen. Neben anderen Berichtsthemen teilte Herr Kuhn zum Thema Karow in wenigen Worten mit:
Der Senator für Stadtentwicklung & Wohnen habe ihm mit Schreiben vom 17.06.2021 (Eingang 22.07.2021) die Absicht mitgeteilt, auch die drei B-Plan-Verfahren Karow Am Teichberg, Karow-Süd und Straße 52 zur Wahrung der dringenden Gesamtinteressen Berlins nach Paragraph 7 Abs. 1, S. 4 AGBauGB an sich zu ziehen.
In seinem Antwortschreiben vom 16.07.2021 und bisher geführten Gesprächen habe er auf die notwendige frühzeitige Einbeziehung des Bezirks und der entsprechenden Akteure vor Ort im Rahmen eines geeigneten Formats aufmerksam gemacht.
Eine Antwort des Senators für SE & W auf sein Schreiben vom 16.07.2021 stehe noch aus.
Es gab zu diesem Berichtsthema nur die Nachfrage von Hr. Kraft, ob Hr. Kuhn Kopien der genannten Schreiben dem Ausschuss zur Kenntnis geben würde, was Hr. Kuhn zusagte.


16. JUN 2021 - BVV hat unseren Antrag angenommen

Die BVV hat unseren Antrag am 16.06.2021 mit großer Mehrheit (27 Ja-Stimmen, 16 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen) beschlossen.
Johannes Kraft, Denise Bittner und die übrigen Mitglieder der CDU-Fraktion hatten diesen Antrag eingebracht.
Dieser Antrag wurde notwendig, nachdem das Beteiligungsverfahren bis heute kein Ergebnis erbracht hat.
Mit unserem Antrag hat die BVV den Beschluss des Bezirksamtes zur Drucksache VIII-0927 zum ersten Zwischenbericht aufgehoben und fordert nun das Bezirksamt erneut auf die Rahmenplanung Karow unter den bekannten Prämissen aus- und fortzuführen! Der Antrag war notwendig weil das Bezirksamt:

  • nicht geplant hatte, die Rahmenplanung (welche nicht im Einklang mit dem BVV-Beschluss ist) anzupassen,
  • als Grund nicht vorhandene Ressourcen angegeben hat,
  • damit einen demokratischen Prozess ausgehebelt hat, indem wissentlich der BVV-Beschluss ignoriert und berechtigte Anwohnerinteressen übergangen wurden,
  • damit den Prozess der Bürgerbeteiligung negiert hat.

06. MAI 2021 - DEMO am Abgeordnetenhaus

Wir folgten dem Aufruf von der Bürgerinitiative Blankenburg und unterstützen die Demonstration vorm Berliner Abgeordnetenhaus. Die Forderungen waren: "Wir rufen zur Demonstration gegen die geplanten Bebauungspläne im Blankenburger Süden auf. Stadt behutsam weiterbauen, ja, aber mit Augenmaß. Niemand soll gehen müssen, damit Andere kommen können! Bebauung heißt Abriss und Verdrängung sowie Zerstörung von Natur und für Berlin so wichtigen ökologischen Nischen. Verdrängung heißt skrupelloser und unfairer Umgang mit Eigentümern, Mietern und Pächtern. Ökonomische Interessen werden über soziale gestellt. "

Demo Abgeordnetenhaus am 6.5.

11. JAN 2021 - Gründung "Wir für Karow e.V."

Wie Sie sicher bereits wissen, waren wir mit unserem gemeinsamen Einwohnerantrag zu den geplanten Bauvorhaben in Karow in der entscheidenden Abstimmung der Pankower BVV erfolgreich.
Zur Erinnerung: mit den Stimmen der anwesenden Verordneten der CDU, SPD, AfD (Verordnete der Grünen stimmten komplett dagegen, die der Linken enthielten sich) wurde im November 2020 folgendes beschlossen:

  • Leistungsfähige Erschließung des Berliner Nordostens für ÖPNV und Autoverkehr VOR jedweden Baumaßnahmen
  • Sicherstellung einer ortsverträglichen Bebauung - insbesondere hinsichtlich Bauhöhe und Baudichte
  • Gesicherte Vermeidung von Schäden an bestehenden Gebäuden durch Schichtenwasser infolge der Neubauvorhaben
Während unserer Arbeit an diesen Themen, aber auch in den vielen Gesprächen mit Einwohnern von Karow wurde uns klar, dass uns die Thematik der Bebauung noch sehr lange beschäftigen wird und dass es in der Karower Bürgerschaft außerdem den großen Wunsch nach besserer Vernetzung und Gemeinsamkeit gibt. Darüber hinaus spielt die Zusammenarbeit mit anderen Bürgerinitiativen und Vereinen im Nordosten Berlins eine immer größere Rolle.
Aus diesen Gründen haben wir beschlossen, uns in Form eines eingetragenen Vereins besser zu organisieren.
Am 11.01.2021 konnten wir die Eintragung des Vereins "Wir für Karow e.V." ins Vereinsregister (VR 39640 B) feiern, die Anerkennung der Gemeinnützigkeit läuft bereits.
Wir freuen uns auf engagierte neue Mitglieder, die uns in der anstehenden Arbeit unterstützen, Karow noch ein Stück lebens- und liebenswerter zu machen.

Ein Kernthema unserer Arbeit bleibt natürlich die kritische Begleitung der Bebauungsplanung für Karow. Nachdem die BVV unserem Antrag zugestimmt hat, ist das Bezirksamt daran gebunden. Das bedeutet, dass keine Bebauung stattfinden darf, bevor die Verkehrsprobleme nicht gelöst wurden. Allerdings wurde bereits vom zuständigen Stadtrat Vollrad Kuhn (Grüne) darauf hingewiesen, dass eine "wirtschaftliche Bebauung" in Karow unter den Bedingungen unseres Einwohnerantrages nicht möglich sein wird - und dass der Senat die Planungshoheit wegen der übergreifenden städtischen Bedeutung an sich ziehen könnte. Es bleibt also spannend, denn in diesem Fall wäre das Bezirksamt nicht mehr verantwortlich und der BVV-Beschluss nicht mehr bindend. Auch das war ein Grund für die Vereinsgründung, denn als Verein haben wir beim Ausschöpfen rechtlicher Optionen mehr Möglichkeiten.

Darüber hinaus stehen derzeit folgende Aktivitäten im Fokus der Vereinsarbeit:

  • die Entwicklung so genannter Wahlprüfsteine gemeinsam mit den anderen Bürgerinitiativen und Vereinen im Nordosten: das sind Themen, die für die Einwohner von Blankenburg, Karow, Buch und Französisch-Buchholz vor dem Hintergrund der im September anstehenden Wahlen (hauptsächlich zum Berliner Abgeordnetenhaus und zur BVV) besonders wichtig sind und zu denen wir Stellungnahmen der verschiedenen Kandidaten einfordern werden
  • Entwicklung von Ideen zu einem aktiveren Gemeinwesen in Karow - sobald ein solches wieder möglich sein wird
  • Anfragen an das Bezirksamt zu den gezahlten Kaufpreisen sowie die baurechtliche Einordnung der Baufelder in Karow
Wir freuen uns auf neue Mitglieder, Unterstützung und Ideen für unser Karow!

Ihr "Bürgerverein Wir Für Karow e.V.", Karow, 15.03.2021


12. NOV 2020 - BVV Pankow von Berlin stimmt Bürgerantrag zu

Pressemitteilung Bürgerinitiative Karow vom 12.11.2020:

BVV Pankow stimmt Karower Einwohnerantrag nach 15 Monaten zu.
Nach nunmehr 15 Monaten hat die BVV Pankow am 11.11.2020 dem Karower Einwohnerantrag zur Rahmenplanung für die geplante Bebauung der Karower Felder zugestimmt. In dem Antrag, der einen Kompromiss aus Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner einerseits und den nachvollziehbaren Plänen, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen andererseits darstellt, ging es um die drei Kernthemen:

  • Lösung der bereits heute katastrophalen Verkehrsprobleme, bevor mehrere tausend zusätzliche Wohnungen in Karow und im gesamten Berliner Nordosten gebaut werden
  • Ortsverträgliche Bebauung in Karow
  • Gesicherte Vermeidung von Schäden auch an bereits bestehenden Gebäuden durch zusätzliches Schichtenwasser infolge der Neubauvorhaben
Insbesondere die geforderte Verkehrslösung betrifft den gesamten Pankower Norden, bzw. Berliner Nordosten, der vielfach bereits jetzt kurz vor dem Verkehrskollaps steht. 3500 Bürger haben den Karower Einwohnerantrag mit ihrer Unterschrift unterstützt, um den Forderungen nach einem angemessenen Vorgehen bei den weiteren Planungen Nachdruck zu verleihen. Dies wurde notwendig, nachdem die durch das Bezirksamt durchgeführte Bürgerbeteiligung die Interessen der Karower Bürger nur sehr unzureichend berücksichtigt hat. Nachdem bereits im Oktober der Einwohnantrag in der Ausschusssitzung für Stadtentwicklung und Grünanlagen zum wiederholten Male beraten und mehrheitlich angenommen wurde, konnte hier eine Empfehlung an die BVV Pankow abgegeben werden, dem Karower Einwohnerantrag zuzustimmen. "Wir freuen uns sehr, dass die BVV nun den berechtigten Interessen der Anwohner Rechnung trägt und eine Bürgerbeteiligung erfolgte, die den Namen auch verdient." sagt Elke Großmann, Sprecherin der Karower Anwohnerinnen und Anwohner. Nach der Zustimmung der BVV geht es für die Karower Bürger nun darum, die mit dem Antrag beschlossenen Vorgaben einer Rahmenplanung zur weiteren Entwicklung des Ortsteils Karow aufmerksam zu verfolgen und das BA Pankow bei der Umsetzung und der Erstellung eines Bebauungsplanes kritisch zu begleiten.


11. NOV 2020 - 36. Ordentlichen Tagung der Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin

Auf der 36. Ordentlichen Tagung der Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin am 11. November wurde unserem Bürgerantrag "Karow ist schön und soll es auch bleiben!" bezüglich der geplanten Bebauung in Karow nun endlich zugestimmt.


15. OKT 2020 - Kleine Historie

In der Ausgabe 1 | 2020 Der Kiezkurier - Herausgeber Fraktion der CDU, BVV Pankow von Berlin - erschien unser Artikel "Karow ist schön und soll es auch bleiben!" - ein Gastbeitrag von Elke Grossmann.

Artikel Kiezkurier CDU Pankow Ausgabe 01/2020


29. SEP 2020 - Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Grünanlagen"

Unser Antrag, eingereicht von BV Johannes Kraft (Fraktion der CDU), BV Matthias Zarbock (Linksfraktion), BV Roland Schröder (Fraktion der SPD) für Bürger_innen, wurde mit 8 von 14 Stimmen angenommen.


26. JUL 2020 - Veranstaltung mit den Grünen: "Karow - ein Dorf wird Stadt"

Eine Veranstaltung der Reihe "Stadt, Land, Pankow - Politische Streifzüge durch unseren Bezirk" der AG Pankow-Nord.
Stadtspaziergang mit Almuth Tharan (Sprecherin für Stadtentwicklung der bündnisgrünen BVV-Fraktion)
Eine Bewertung dieser Veranstaltung durch unsere BI folgt noch.


24. FEB 2020 - Abschlussbericht zur Rahmenplanung vom Bezirksamt

Nun liegt der Abschlussbericht zur Rahmenplanung vom Bezirksamt vor: Abschlussbericht Rahmenplanung Karow
In Kürze wird hier unsere Stellungsnahme dazu veröffentlicht.

Am 24.02.2020 gab es ein Treffen von Mitgliedern der Bürgerinitiative Karow mit dem Stadtrat Herrn Kuhn. Eine Zusammenfassung des Treffens wird auch in Kürze veröffentlicht.

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz hat nun die Verkehrsuntersuchung zum Straßennetz im Nordost-Raum Berlin veröffentlicht: Verkehrliche Untersuchung zum Straßennetz im Nordost-Raum Berlins in Folge der neuen städtebaulichen Entwicklungen (2018)
Hierbei wird das Straßennetz im Nordosten betrachtet, wobei Datenerhebungen aus 2014 als Grundlage dienen.

Über weitere Ziele und Planungen informiert die Senatsverwaltung hier: Aktuelle Planungen/Straßennetz Nord-Ost-Raum
Zitat: "Erst die späteren Verkehrskonzepte werden konkretere Informationen zum Modal Split der neuen Wohnquartiere enthalten und damit auch die konkretere Ausgestaltung der Trassen und Dimensionierung der Straßenquerschnitte klären."


13. JAN 2020 - Mahnwache der Bürgerinitiative Blankenburg

Anlass der Mahnwache war die Tagung der Projektgruppe zum Wohnungsbau Blankenburg am 13.01.2020 in der Karl-Liebknecht-Straße.
Wir Karower haben zusammen mit Blankenburgern und Buchholzern vor der Stadtwerkstatt-Berlin unter dem Motto "Schluss mit dem Senatstheater" demonstriert.
Unser gemeinsames Interesse besteht in einer echten Verkehrslösung für den Nordosten Berlins und zunächst in der Offenlegung der Verkehrsuntersuchung Nordost!
Diese stellt als Ist Zustandsanalyse eine Basis für eine Entscheidung zum Wohnungsbau dar.

13.01.2020 Mahnwache BI Karow vor Stadtwerkstatt Berlin


19. NOV 2019 2. Sitzung des Ausschusses

Karow ist schön und soll es auch bleiben!
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Grünanlagen der BVV um 19:30 Uhr.
Zusammenfassung:
Die Visualisierungen zu den strittigen Bebauungshöhen, die ja Planungsbasis sind, fehlen. Sie waren im Ausschuss am 29.10. beauftragt worden.
Es waren zu erstellen die Versionen

  • neue Planerversion: Übergangsstreifen (b= 30 m) 2-geschossig plus Dach mit GFZ= 0,6 Innere Bereiche 4-geschossig plus Dach mit GFZ= 1,2 bzw. 1,0
  • Version des Einwohnerantrages: Übergangsstreifen (b= 50 m) 2-geschossig mit GFZ= 0,3 Innere Bereiche 4-geschossig mit GFZ= 0,8 und GRZ= 0,3 (Anm: Am 29.10. war sogar noch die Version mit 1,5+ Geschossflächenzahl vorhanden, diese wurde erst am 7.11. kassiert.)
Der Ausschuss beschließt auf Vorschlag des Vorsitzenden die Entscheidung zu Rahmenplanung und Einwohnerantrag auf Januar zu verschieben um die Visualisierung zu ermöglichen. Diese ist lt. Planern nicht schnell zu erstellen. Dieser Termin soll additiv mit Wirtschaftlichkeitsrechnungen der neuen Eigentümer zur Anzahl von Wohnungen erstellt werden.

07. NOV 2019 5. Beiratssitzung

5. nichtöffentliche Beiratssitzung in der Zeit von 17:30 - 21:00 Uhr, in der Stadtteilbibliothek Karow!
Wir machen vor der Versammlung von 17:00 - 17:30 Uhr auf die 3500 Unterschriften/ Meinungsäußerungen der Karower aufmerksam!


01. NOV 2019 Lichteraktion

Lichterpunkte setzen vor der Stadtmission Karow! Der NordOsten (!) setzt ein Lichtzeichen für Verkehrslösungen vor Bau, für maßvolles und lageübliches Bauen. Beteiligt sind Blankenburg, Buchholz etc..
Unsere Lichter :)
01.11.2019 in der Stadtmission Karow


29. OKT 2019 BVV

Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Grünanlagen
Di, 29.10.2019 um 19:30 Uhr, reguläre Ausschusssitzung
Rathaus Pankow, Emma-Ihrer-Saal, Breite Straße 24a-26, 13187 Berlin
Es wird über unseren Antrag abgestimmt!


15. OKT 2019 - Verkehr im Nordosten

Veranstaltung mit dem Staatssekretär für Infrastrukturprojekte in der Senatskanzlei und ehemaligen Bezirksstadtrat Jens-Holger Kirchner um 19.00 Uhr in der Stadtmission Karow, Alt-Karow 8, 13125 Berlin.


26. SEP 2019 - Sternmarsch mit Kundgebung um 18 Uhr am Dorfanger Blankenburg

Am 26.09. um 16:30 Uhr findet ein von Blankenburg initiierter Sternmarsch statt, der thematisch ebenso relevant für uns Karower ist.
Thema : "Verkehr im Nordosten Berlins". Es gibt vier Streckenverläufe mit folgenden 4 Treffpunkten:

  • Sellheimbrücke (Treffpunkt der Karower: Lidl Supermarkt in Karow)
  • Bahnhofstr./Ecke Blankenburger Weg
  • Blankenburger Pflasterweg (Variante A: Ecke Dorfstr. Oder B: am Golfplatz)
  • Heinersdorfer Str. am Parkplatz von Thomas Philips
Die Abschlusskundgebung findet gegen 18:00 Uhr auf der Mittelwiese hinter der Kirche Blankenburg (Dorf) statt.
Bringt Plakate und Transparente mit! :)


16. SEP 2019 - Bezirksamt Pankow "Auswertung 3. Planungswerkstatt"

Frau Wöhl (Bezirksamt Pankow von Berlin, Abt. Stadtentwicklung und Bürgerdienste, Stadtentwicklungsamt) schreibt dem Anwohnerbeirat und informiert über den aktuellen Stand der Rahmenplanung. Wie aus dem Schreiben hervorgeht, soll bis Ende des Jahres die Rahmenplanung abgeschlossen sein!
Der Anwohnerbeirat antwortet am 20.09.. Den Wortlaut beider Briefe sowie das Protokoll zur Planungswerkstatt finden Sie hier im Footer.


28. AUG 2019 - Positionspapier

Die Bürgerinitiative Karow unterstützt das von Johannes Kraft und Dirk Stettner gemeinsam mit vielen anderen Initiativen entstandene Positionspapier.


14. AUG 2019 - BVV-Antrag

Am 14.08. hat BVV-Mitglied Herr Johannes Kraft eine Vorlage bei der BVV eingebracht, SPD, CDU und Linke sind Einreicher des Antrages. Unser Antrag wurde in den Ausschuss verwiesen.


18. JUN 2019 - Bürgerversammlung Karow

Bürgerversammlung Karow zur Bebauung und deren Folgen. Start der Unterschriftensammlung zum Einwohnerantrag Karow für maßvolle Bebauung, Lösung des Verkehrsproblems VOR Bebauung, Lösung des Schichtenwasserthemas


15. JUN 2019 - 3. Planungswerkstatt

Hier finden Sie die Planungsunterlagen des Bezirksamts Pankow von Berlin Abt. Stadtentwicklung und Bürgerdienste, Stadtentwicklungsamt (FB Stadtplanung). Sie wurden am 15.06.2019 bei der 3. Planungswerk vorgestellt.